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Stehende Luftmassen haben die selbe Rotationsgeschwindigkeit um die Erdachse, wie
die unter ihnen liegenden Erde. Durch den zum Äquator hin wachsenden Radius (von der
Erdachse aus gemessen) unterscheiden sich Rotationsgeschwindigkeiten der Luftmassen
auf unterschiedlichen Breitengraden. Während die Luft an den Polkappen quasi steht,
bewegen sie sich am Äquator am schnellsten.
Kommt es nun zu Ausgleichströmungen über der Breitengrade hinaus, so macht sich die unterschiedliche Fließgeschwindigkeit in Form von Ablenkungen bemerkbar. So fließt die träge, kalte Luft mit langsamerer Geschwindigkeit auf den Äquator zu als die dortigen Landmassen sich seitlich bewegen. Die kalten Luftströme werden somit in westliche Richtung "abgelenkt". Umgekehrt fließen die warmen Luftströme mit der Geschwindigkeit vom Äquator fort, die die Erde am Äquator besitzt. Durch die deutlich geringere Rotationsgeschwindigkeit der Erde in den abgelegeneren Breitengraden besitzt sie somit einer höhere Geschwindigkeit und wird somit in Richtung Osten "abgelenkt". Diese vermeintliche Kraft wird "Korrioliskraft" genannt. |
Abb. 2: Die Korrioliskraft lenkt die Luftströme seitlich ab. |
Dieser Effekt kann zum Beispiel anhand der Luftströme "Passat" (zum Äquator hin) und "Monsun" (vom Äquator weg) beobachtet werden. Während in der nördlichen Hemisphäre der Passat von Nord-Ost und der Monsun von Süd-West weht, verhält es sich auf der südlichen Hemisphäre genau anders herum. Hier weht der Passat aus Süd-Ost und der Monsun aus Süd-West.
Abb. 4: Die Banane wächst zwischen zwei Luftströmen |
Abb. 5: Die Temperaturunterschiede erzeugen die klassische Krümmung |
Dadurch, daß auf der nördlichen Hemiphäre die warme Luft in süd-westlicher Richtung fließt, bekommen dort angepflanzte Bananen eine Linkskrümmung, während Bananen südlich des Äquators eine Rechtskrümmung aufweisen.
Abb. 6: Bananen der nördlichen Hemisphäre |
Abb. 7: Bananen der südlichen Hemisphäre |
| Reinhard Kreutz | [zurück] |