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Für die Färbung der Haut sind Farbstoffe - sogenannte "Pigmente" - verantwortlich. Pigmente werden in den tieferen Hautschichten von Melanocyten aus Melanin hergestellt und wandern anschließend zwischen den Zellen zur Hautoberfläche. Gelangen die Pigmente weit genug an die Hautoberfläche, so wird äußerlich deren dunkler Farbton als Bräune wahrgenommen. Abbildung 1 zeigt einen Querschnitt durch das Hautgewebe. |
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Die in Abbildung 2 dargestellte Ausschnittsvergrößerung von Abbildung 1 (linker Rand) zeigt eine
Melanocyte. Durch die hier gelb dargestellten Zwischenräume zwischen den Körperzellen wandern die
Pigmente an die Hautoberfläche. Die Pigmente sind hier als dunkle Punkte dargestellt.
Die Frage ist nun: Warum wandern die Pigmente ausgerechnet in Richtung Oberfläche ? |
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Die Zentrifugalkraft der Erde ist je nach Breitengrad unterschiedlich. Am Äquator wirkt sie am stärksten.
(Dies ist auch der Grund dafür, daß die Erde keine exakte Kugel ist, sondern am Äquator leicht bauchig ist.)
Die unterschiedlich hohe Zentrifugalkraft wirkt innerhalb der Haut auf die Pigmente, die nun unterschiedlich
stark an die Oberfläche "geschleudert" werden. So ist zu erklären, weshalb ein Afrikaner eine sehr dunkle
Hautfarbe besitzt, während beispielsweise ein Finne eher blass erscheint. Der Effekt läßt sich aber auch
feinstufiger beobachten. So hat ein Südinder, der in der Nähe des Äquators lebt eine deutlich dunklere
Hautfarbe als ein Nordinder, wie die beiden Fotos (Abb. 4 und 5) veranschaulichen.
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| Der Bräunungseffekt tritt schon in relativ kurzer Zeit auf. Fährt man beispielsweise im Urlaub in Richtung Äquator (aus europäischer Sicht "in den Süden"), so tritt eine erste Bräunung innerhalb der ersten Tage ein, die sich im Laufe des Urlaubs weiter verstärkt und rasch abnimmt, wenn man wieder in nördlicheren Gefilden ist. Fährt man hingegen in den Norden Schottlands - als weg vom Äquator - so bekommt die Haut einen immer blasseren Taint. | |||
Abb. 6: Hand- und Fußflächen sind gewöhnlich der Erde zugewandt. |
Daß bei Bewohnern äquatorialer Länder die Hand- und Fußinnenflächen heller gefärbt sind als die Oberflächen läßt sich anhand der Abbildung 6 erklären. Die Innenflächen von Händen und Füßen sind gewöhnlich der Erde zugewandt, so daß die Pigmente, der Zentrifugalkraft folgend, in entgegengesetzter Richtung transportiert werden. Hierdurch kommt es zu einer sehr geringen Dichte von Pigmenten in den erdzugewandten Körperregionen. |
Abb. 7: Eisbär |
Abb. 8: Grizzlybär |
| Reinhard Kreutz | [zurück] |