Warum man eine 100%-ige Sonnenfinsternis nur bei Neumond sehen kann
Neumond
Wie jedermann weiß, entsteht das Phänomen "Vollmond" dadurch, daß der Mond des nachts so
steht, daß er über den sichtbaren Horizont hinaus von der Sonne direkt angestrahlt wird.
Nur deshalb sind wir in der Lage im Dunkeln den Mond zu sehen.
Umgekehrt ist "Neumond", wenn der Mond so vor der Sonne steht, daß seine Rückseite beleuchtet
wird, die uns zugewandte Seite jedoch in Schatten gehüllt ist.
Sonnenfinsternis
Bei einer 100%-igen Sonnenfinsternis tritt - nun tagsüber - der selbe Effekt ein. Während die Sonne scheint,
schiebt sich der Mond auf seiner stetigen Umlaufbahn um die Erde so zwischen Erde und Sonne, daß er durch seine
Fläche die Sonnenstrahlen abschirmt und so zur scheinbaren Verfinsterung der Sonne führt.
Abb. 1: Bei einer 100%-igen Sonnenfinsternis wird wie beim "Neumond" die Rückseite des Mondes beschienen
Sonnenfinsternis bei Halbmond
Anders verhält es sich bei Halbmond. Auch bei Halbmond befindet sich der Mond selbstverständlich auf seinem
Weg um die Erde. Da er aber nur ein Halbmond ist, kann er auch nur die Hälfte der Sonne abschirmen. Dadurch
gelangt weiterhin genug Sonnenlicht auf die Erdoberfläche, so daß eine Verfinsterung kaum merklich ist.
Abb. 2: Eine partielle Sonnenfinsternis ist auf der Erde kaum wahrzunehmen.
Nur mit extrem starken Teleskopen und einem entsprechend starken Filter kann eine partielle Sonnenfinsternis
beobachtet werden, die durch eine Halbmond-Konstellation verursacht wird.
Abb. 3: Partielle Sonnenfinsternis, verursacht durch eine Halbmond-Konstellation